Meine vom Hersteller verbauten Lüfter, für unsere Kühler Wasser/Ladeluft sind in kurzer Zeit defekt ausgestiegen!
Einer der Lüfter hatte einen deutlich zu hörenden Gleitlagerschaden und der zweite Lüfter hatte wohl durch die Abwärme ein komplett verzogenes Gehäuse und begann zu schleifen und sehr schwer anzulaufen.
Eventuell wurde der zweite Lüfter bedingt durch meine Gepäckbox zum Stauhitze Opfer!
Ich hatte den ersten defekten Lüfter, noch einmal gegen das selbe „No Name“ Produkt getauscht und meine Gepäckbox um 4cm weiter nach hinten versetzt.
So konnte ich den Abstand zwischen Box und Warmluftaustritt etwas erweitern, was auch wirklich etwas gebracht hat.
Mit der Leistung der „No Name“ Lüfter war ich aber nicht zufrieden und gedanklich habe ich die Defekte weiter im Kopf gehabt. Also begann die Suche nach Alternativen.
Eigentlich gab es nur zwei Hersteller, die ich in der Slim-Line-Ausführung in 12″ also in der Abmessung Außendurchmesser 310 mm und Rotor 280 mm gefunden habe: SPAL und Mishimoto. Wobei SPAL-Lüfter im Rennsport als Referenzprodukt gelten.
Ich habe mich für die 12″-SPAL-Lüfter entschieden. Diese verfügen über ein Gehäuse aus glasfaserverstärktem Polyamid, welches sich nicht verformt und beständig gegen Hitze bis 150 C´ ist.

Der Umbau gestaltet sich eigentlich „plug&play“ , wenn da nicht der kleine Größenunterschied vom „No Name“ Lüfter wäre. Denn die Haltepunkte auf der Lüfterzarge, passen leider nicht ganz zueinander. Ich hatte darauf vertraut, 12″ sind 12″
aber nö!




Das Gewicht der SPAL-Lüfter lässt erwarten hier sind kräftige Motoren verbaut, die Lüfterräder sind kugelgelagert und die Haptik verrät gutes Material.
Leider liefert SPAL die Halteböckchen nicht mit, ich musste auch hier die von den alten Lüftern etwas modivizieren das diese gepasst haben. Aber alles Kleinkram und kein Hexenwerk, wer will bestellt sich die Halteböckchen einfach extra!
Das Lochbild einfach auf die Zarge übertragen und zum bohren ankörnen! Ich habe 6,5mm gebohrt um etwas Luft zum varieren zu haben, hat gepasst.
Aufpassen und die Zarge richtig fest nach unten drücken beim bohren, da diese aus Aluminum ist und gern nach oben vereißt, es besteht die Gefahr sich die Beschichtung der Zarge zu zerkratzen!
Anschließend alles senken und dann kann die Montage beginnen.



Auch hier darauf achten wie rum Ihr die Lüfter montiert, die Kabel sollten nach unten zu den Langlöchern zeigen. Wenn nicht passt die Zarge anschließend nicht an den Lüfter.

Der Papiertest



Wenn Ihr die mechanische Montage fertiggestellt habt, kommt der elektrische Anschluss.
Da vom Hersteller bereits 2,5m² Kabel, ein Relais und eine 25-A-Sicherung verbaut sind, könnt Ihr die Lüfter nun parallel anschließen.Vorher solltet Ihr mit einem Blatt Papier (Papier-Test) überprüfen, ob die Drehrichtung stimmt und beide Lüfter in die gleiche Richtung saugen. Anschließend alle elektrischen Verbindungen mit Schrumpfschlauch wasserdicht abdichten und fertig!



Fazit: Der Tausch lohnt sich, ich habe jetzt +23% mehr Leistung (1670m³) und ausgereifte Technik an meinem Kühlsystem, nicht zu vergessen wir haben zwei Kühler zu versorgen!
An die Zarge habe ich auf der Fahrerseite einen neuen Kantenschutz mit dicker Lippe angesteckt um die 1cm Lücke zum Kühler zu schließen, jetzt ist die Zarge gut dicht umlaufend.
